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25.09.2011 07:40 Alter: 10 yrs
Kategorie: Dauerbrenner

Parksituation schlägt hohe Wellen

Den Besuch von OB Andreas Starke beim Bürgerverein am Bruderwald nutzten viele Anwohner, um ihren Unmut deutlich zu machen .


Selten war eine Mitgliederversammlung des Bürgervereins am Bruderwald derart von einem einzigen Thema geprägt wie die jüngste. Die sich immer weiter zuspitzende Verkehrs- und Parksituation rund um das Klinikum brennt vielen Anwohnern unter den Nägeln und so war es kein Wunder, dass Oberbürgermeister Andreas Starke, der sich als Gast angekündigt hatte, fast ausschließlich zu diesem Thema Stellung nehmen musste.

Auch zahlreiche Nicht-Mitglieder waren zur Versammlung in das Philippus-Gemeindezentrum gekommen, um ihre persönlichen Erfahrungen zu schildern, die alle mit dem gleichen Problem zu tun haben: Die Straßen des Wohngebietes sind einem starken Parksuchverkehr ausgesetzt und regelmäßig „zugeparkt“. Vor allem Beschäftigte und Besucher der Einrichtungen des Klinikums und der umgebenden sozialen Einrichtungen suchen sich kostenlose Stellplätze abseits des Klinikumsgeländes, meist ohne Rücksicht auf geltende Verkehrsregeln und die Interessen der Anwohner. „Die Bauchwitzstraße ist ab 6 Uhr morgens voll“, „Das Bauernfeld, eigentlich verkehrsberuhigter Bereich, ist zur Rennstrecke verkommen“, „es entstehen private Parknischen im Bruderwald“ oder „sogar private Carports werden einfach benutzt“, lauteten die teils empörten Wortmeldungen.

Oberbürgermeister Andreas Starke und Xaver Frauenknecht, Vorstand der Sozialstiftung Bamberg und ebenfalls Bürgervereinsmitglied, machten deutlich, dass sie die geschilderten Probleme ernst nehmen und nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. „Die Klage, die Sie führen, ist sicher berechtigt“, stellte der Oberbürgermeister klar. Er hoffe, dass durch den vor wenigen Tagen eingeführten Shuttle-Bus, der Bedienstete des Klinikums kostenlos vom Parkplatz an der Würzburger Straße zum Arbeitsplatz befördert, eine spürbare Entlastung des Klinikums-Parkplatzes eintreten wird. Zudem sieht er einen „Nachholbedarf bei der Parküberwachung“. Die bisher eher stichprobenartige Kontrolle durch den PÜD müsse sicher ausgebaut werden.

Xaver Frauenknecht wies darauf, dass die Parkplatzkapazität des Klinikums bereits erweitert worden sei und die Sozialstiftung nun versuche, die Belegung durch die Beschäftigten zu reduzieren, damit mehr Platz für Besucher entsteht. Der Shuttle-Bus werde intensiv beworben. Durch die geplante Beschilderung und Beleuchtung soll außerdem der Fußweg vom Parkplatz Waizendorfer Straße zum Klinikum attraktiver gemacht werden.

Die Besucher der Versammlung blieben indes skeptisch, ob diese Maßnahmen ausreichen werden. Sie forderten mehrheitlich eine Ausweitung der Stellplätze auf dem Klinikumsparkplatz bzw. eine Gebührensenkung. Stadt, Sozialstiftung und Bürgerverein vereinbarten, „im Gespräch zu bleiben“ und weitere Maßnahmen miteinander abzustimmen.

Weitere Themen waren das Problem der nicht ausreichenden Mittagsbetreuung für Grundschulkinder, wo der OB einräumen musste, derzeit „keine wirklich befriedigende Antwort“ geben zu können, aber seine grundsätzliche Unterstützung zusagte. Von Elternseite wurde auch Eigeninitiative signalisiert, es fehlten aber die entsprechenden Räumlichkeiten. Zum Thema Wohngebietserweiterung entlang der Waizendorfer Straße berichtete Starke, dass dies derzeit nicht vorrangig betrieben werde. Auf jeden Fall komme für ihn eine Erschließung über die Lobenhofferstraße nicht in Frage, da hier der Naherholungsbereich im Bereich des Bolzplatzes am Höfener Weg zu stark beeinträchtigt würde.

Bilanz 2009 und Neuwahlen

Nach der Aussprache mit OB Starke berichteten Vorsitzender Anton Hepple und 2. Vorsitzende Jutta Heitzer-Deeg über das Vereinsleben im vergangenen Jahr. Allesamt gut besucht waren die angeboten Veranstaltungen: Ein Diavortrag über Nepal, das Frühlingsfest, eine Wanderung auf dem fränkischen Jakobsweg, ein Sommerferienprogramm, die Herbstradtour, ein Konzert zum Philippus-Gemeindefest, ein literarischer Hermann Hesse-Abend, das Kartoffelfeuer auf dem Bolzplatz, das Martinsgans-Essen, die Teilnahme am Adventsmarkt des Kindergartens und die traditionelle Adventsfensteraktion im Dezember. Für den 2009 eröffneten Kinderhort „Zwergenträume“ finanzierte der Bürgerverein außerdem eine Waschmaschine samt Wäschetrockner.

Wie Anton Hepple weiter berichtete, hat der Bürgerverein für das Jahr 2010 den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der Bamberger Bürgervereine übernommen. Die Mitgliederzahl liegt stabil bei 191, die Finanzen sind „in Ordnung“. Der Vorstand erhielt daraufhin einstimmig die Entlastung ausgesprochen. Bei den anschließenden Neuwahl des gesamten Vorstandes gab es keinen Wechsel an der Spitze. Vorsitzender Anton Hepple und 2. Vorsitzende Jutta Heitzer-Deeg wurden einstimmig im Amt bestätigt. Schriftführer Steffen Schützwohl kandidierte nicht mehr, zum Nachfolger wurde Otto Müller gewählt. Kassier bleibt Kurt Filkorn. Der erweiterte Vorstand besteht nunmehr aus Petra Friedrich, Peter Hofmann, Renate Brückner, Heike Burger und Isabel Fabritius-Albert.


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